Kommunikation lernen: Warum Sprachstress nicht nur Führungskräfte trifft – sondern uns alle
- Janine Bernkurth

- 5. Mai
- 4 Min. Lesezeit
Es gibt Dinge, über die schweigt man lieber. Zum Beispiel darüber, dass man im Streit plötzlich nur noch wilde Emotionen oder drei Sätze verteilen kann: „Ist egal.“ „Passt schon.“ „Lass uns später“ reden. Spoiler: Es ist nicht egal. Es passt nicht. Und später wird’s auch nicht leichter.

Warum Sprache für viele wie ein Minenfeld wirkt
Willkommen im Reich der Kommunikations‑Scham – dem Phänomen, das in der Führung besonders sichtbar wird, aber im Privaten genauso orkanhaft wütet im täglichen Miteinander. Diese Gefühls-Lücke zwischen „Ich müsste das können“ und „Ich kann es nicht gut“ bezeichne ich als Kommunikations‑Scham. Und darüber spricht man nicht gerne. Dass Sprache irgendwie... gefährlich ist. Schwierig. Was es, wie immer, wenn Menschen schweigen, eher noch verzwickter macht.
Sprachstress: Das Phänomen, das keiner benennt, aber alle kennen
Sprachstress entsteht überall dort, wo wir eigentlich sprechen müssten – aber unser Gehirn plötzlich sowas wie „Achtung“, „Gefahr“ oder „Bitte nicht“ wittert. In der Führung passiert das ziemlich häufig, denn Mitarbeitendengespräche, Konflikte, Missverständnisse, Entscheidungen, Abgrenzung, Klarheit sind Normalität. Eigentlich. Doch trotzdem sind Führungskräfte hierin sprachlich oft unsicher. Viele deswegen, weil sie nie gelernt haben, dass Sprache ein Werkzeug ist, ein Handwerk. Kein Risiko.
Und privat? Da ist es genauso heikel.
Wenn wir Grenzen setzen müssten.
Wenn wir sagen sollten, was uns verletzt hat.
Wenn wir „Nein“ sagen müssten, aber „Vielleicht“ oder „Ja-a“ murmeln.
Wenn wir uns erklären sollten, aber lieber schweigen.
Gute Kommunikation ist kein Talent, es ist Training
„Kommunikation kann jede:r" ist eine Illusion und der m. E. gefährlichste Satz in der Führung. Es würde ja auch niemand auf die Idee kommen zu sagen, „Budgetplanung kann jede:r", „Teamdynamiken versteht jede:r". Aber bei Kommunikation? Da tun wir so, als wäre sie angeboren. Mit dem Ergebnis: Führungskräfte, die sich schämen, weil sie glauben, sie müssten etwas können, das ihnen nie jemand richtig beigebracht hat. (Das gilt auch privat: Wer lernt denn schon, wie man gut streitet?!) Ich sage darum immer: Sprache ist das Werkzeug, das am meisten genutzt und am wenigsten geschult wird. Zeit, das zu ändern!
Warum wir schweigen, obwohl wir sprechen müssten
Ganz einfach: Sprache macht sichtbar. Und Sichtbarkeit macht verletzlich. Wer spricht, zeigt Haltung. Wer Haltung zeigt, riskiert Reibung. Und wer Reibung fürchtet, schweigt lieber. Das gilt im Büro genauso wie am Küchentisch. Du bist aber nicht schwierig, nur weil du klare Grenzen zeigst. Das ist etwas, was erwachsene Menschen können sollten und dürfen. In Unternehmen gelten Nein-Sager häufig als unbequem. Ja, es macht mehr Arbeit sich damit auseinanderzusetzen. Dabei hat das Nein auch zwei Seiten: Es bedeutet gegen etwas und gleichzeitig für etwas anderes. Sieh es doch mal so.
Warum Männer oft stärker betroffen sind (ohne Klischees, versprochen)
Viele Männer wurden nicht darin bestärkt, Gefühle oder Unsicherheiten zu zeigen, geschweige denn sprachlich auszudrücken. Sie sollen stark sein, souverän, unerschütterlich. Blöd nur, dass Sprache genau das Gegenteil verlangt: Mut, Klarheit, Offenheit, Verständnis. Deshalb erleben viele Männer stärkeren Sprachstress – nicht, weil sie schlechter kommunizieren, sondern weil sie seltener gelernt haben, Kommunikation als Werkzeug zu nutzen, statt als Risikofaktor. Deshalb ist es wichtig das Thema zu enttabuisieren. Auch sprachlich. Man brauch nämlich heutzutage nicht laut oder hart zu sprechen, um souverän zu wirken. Das ist kein Sprachstil und es war auch nie einer.
Die gute Nachricht: Man kann Kommunikation lernen. Wirklich.
Nicht als „Talent“, das man entweder hat oder nicht. Sondern als Fähigkeit, die man trainieren kann. Kommunikation lernen heißt:
Klar sprechen, ohne hart zu werden
Grenzen setzen, ohne Drama
Konflikte führen, ohne Blutdruck
Haltung zeigen, ohne Angst
Nähe schaffen, ohne sich zu verlieren.
Und ja: Das geht. Mit Humor. Mit Struktur. Mit einem Werkzeugkasten, der nicht nach Pädagogik riecht, sondern nach moderner Alltagstauglichkeit. Ich persönlich bevorzuge ja statt „Kommunikation lernen" das Wörtchen: Sprachdesign. Das hört sich doch gleich innovativer an. Und das ist es auch. Hier geht's um die bewusste, neurofreundliche Gestaltung von Atmosphäre durch gesunde Sprache, bewusste Worte und non-verbale Mikro‑Botschaften, die Kommunikationsräume fühlbar verändern. Damit wird Kommunikation mit Übung leicht. Oder zumindest leichter als vorher.
Wenn du Kommunikation lernen willst – ohne Knoten im Kopf – dann bist du hier richtig.
Ich bin Janine Bernkurth. Manche nennen mich die Sprachpäbstin. Andere die Frau, die endlich ausspricht, was viele fühlen, aber keiner benennt. Ich helfe sowohl Führungskräften und Teams in Organisationen als auch Menschen, die spüren, da geht sprachlich noch mehr. Denn Sprache ist deine wertvollste Ressource. Warum gibt es wohl so viele Zitate, Sprüche und Sätze in der Geschichte, die bis heute tragen bzw. inspirieren. Sprache ist kostenfrei; immer verfügbar. Da sollte man doch das Potenzial von seinen eigenen Worten auch ausschöpfen, oder?!
Aktuelle Trainings für Führungskräfte und Mitarbeitende
(Business) Coachings für Menschen, die klarer sprechen wollen
Workshops für Teams, die weniger Drama und mehr Dialog wollen
Key Notes und Impulse, die sofort wirken

Sprachstress verschwindet also, wenn wir Kommunikation lernen. Und wer sie lernt, führt leichter. Andere und auch sich selbst. Und ja – als etwas, das Spaß machen darf. Sogar richtig Spaß. Wenn man weiß, wie. Wenn du also sprachlich nicht länger im Nebel stochern willst, dann ist das jetzt die Gelegenheit für's nächste Level. Auf meiner Website und auf LinkedIn findest du genügend Beweise, dass ich dir dabei helfen kann. Unverbindliches Kennenlernen? Na klar.
Ich freu mich hier von dir zu hören,
Janine






